Kanada entdecken - aber wie?
von Elke Schlotmann
Irgendwann ist es so weit, man ist vom Kanada-Virus infiziert und plant den ersten Besuch in diesem wunderbaren Land. Aber wohin genau soll die Reise gehen? Westküste, Ostküste, ein Mal quer durch? Per Mietwagen und Hotels, mit dem Zug oder einem Wohnmobil? Gar keine so einfache Entscheidung bei einem Reiseziel, das so unendlich viele Möglichkeiten bietet.
Häufig habe ich schon den Satz gehört „Ich würde ja gerne mit einem Wohnmobil fahren, aber ich habe so etwas noch nie gemacht.“
Genau so ging es uns auch, als wir Kanada das erste Mal bereisten. Wir wollten viel sehen, dabei flexibel sein in Strecke und Zeiteinteilung, und natürlich sollte auch die Lagerfeuerromantik nicht zu kurz kommen! Dabei waren wir uns aber nicht ganz sicher, ob wir, die ja nur an den heimischen Pkw gewöhnt waren, mit so einem großen Fahrzeug denn wohl zurecht kämen. Da wir zu zweit unterwegs waren, entschieden wir uns also zunächst einmal für eine kleinere Variante, einen Truck Camper. Diese Fahrzeuge sind etwas kompakter und handlicher als ein großes Wohnmobil, bieten aber für 2 Personen ausreichend Platz. Man sollte bei der Streckenplanung bedenken, dass man nicht nur die reine Fahrtstrecke von Start bis Ziel kalkuliert, sondern auch von vorn herein ein paar Kilometer mehr einplant für spontane Abstecher von der Route. Es ist meist wesentlich kostengünstiger, vorab mehr Kilometer zu buchen, als im Nachgang Mehrkilometer zu zahlen.
Unsere erste Tour führte von Vancouver über den Sea-to-Sky-Highway überKamloops nach Jasper, den Icefields-Parkway hinunter nach Banff bis zu unserem Ziel Calgary.
Als wir den Truck Camper bei unserem Vermieter Fraserway in Vancouver übernahmen, waren wir angenehm überrascht, wie wohnlich und gut durchdacht so ein Fahrzeug ist.
Es ist bestückt mit Geschirr, Bettwäsche und Handtüchern in ausreichender Menge, selbst eine Wäscheleine samt Klammern und eine geschliffene Axt für Feuerholz fanden sich an Bord. Die gründliche Einweisung erfolgte übrigens auf Deutsch, was vielleicht für einige ein beruhigender Gedanke sein mag.
Als es dann endlich losging und wir vom Parkplatz fuhren, stellten wir als erstes fest, dass wir uns umsonst Sorgen gemacht hatten, was eventuelle Schwierigkeiten in puncto Manövrieren des Wagens durch den Verkehr betraf. Die Straßen in Kanada sind definitiv ausreichend breit, auch für größere Fahrzeuge, und das gilt sowohl in der Stadt als auch für Fahrten über die Highways!
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