Mittwoch, 27. Januar 2016

Bäume so alt wie Methusalem

MySpotlight USA Reisetipp

Bäume so alt wie Methusalem - Great Basin National Park Nevada

von Silke Wissig

4848 Jahre alt ist der Baum, der mit seinen ähnlich alten Artgenossen im Great Basin National Park in Nevada steht. Er gehört zur Gattung der Kiefern und ist eine besonders langlebige Art, die das schon mit ihrem Namen verrät: Pinus longaeva, die „langlebige Kiefer“. Der älteste Baum dieser Art ist 5066 Jahre alt und ebenfalls eine Kiefer. Er steht allerdings in Kalifornien.

Methusalem Pine Tree
Giant Pine Tree in der Sierra Nevada (c) Patrick Poendl

Baum-Methusaleme im Great Basin National Park bestaunen

Die besonderen Kiefern stehen in isolierten Hainen knapp unter der Baumgrenze, wo die harten Klimabedingungen dafür sorgen, dass Bäume nur sehr langsam wachsen und somit sehr hartes Holz bilden. Die uralten Bäume sind nicht das einzige Highlight des Nationalparks, viele Besucher kommen auch wegen des Wheeler Peak Scenic Drive, einer sehenswerten Paonramastraße, die durch den Park führt.
Bristlecone Pine Tree
Bristlecone Pinie (c) Dave Rock

Höhlen, Panoramastraße und uralte Bäume

Die „Lehman Caves“ werden von Fledermäusen bewohnt. Um diese vor Krankheitserregern an Schuhen oder Bekleidung von Besuchern zu schützen, dürfen nur Besucher auf Höhlentour gehen, die versichern können, dass sie mit den zum Besuchszeitpunkt getragenen Kleidern und Schuhen innerhalb der letzten 12 Monate keine Höhle oder Mine besucht haben. Wer das nicht kann, muss andere Schuhe oder Bekleidung anziehen, bereiten Sie sich also mit entsprechender Bekleidung vor!
Lehman Caves
Die Lehman Höhlen im Great National Basin Park (c) IrinaK
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

Campground oder nicht...?

Campground oder nicht?

von Elke Schlotmann

In Blue River am Highway 5 erhielten wir Ende April eine besondere Kostprobe kanadischer Gastfreundschaft.

Da wir an diesem Tag bereits eine anstrengende Wanderung hinter uns hatten, suchten wir lediglich einen Stellplatz für die Nacht. Also fuhren wir in dem kleinen Örtchen Blue River in British Columbia herum und fanden einen Parkplatz am Ufer eines kleinen Sees. Wir setzten uns mit unseren Kaffeetassen bewaffnet ans Ufer und genossen die Stille. Was wir allerdings übersehen hatten war die Bahnlinie, die direkt neben der Stelle verlief, an der wir unseren Camper so vermeintlich ruhig geparkt hatten. Plötzlich ertönte ein sehr lautes tuten, und als wir uns umdrehten, rauschte ein unglaublich langer Güterzug geräuschvoll an uns vorbei. Er tat das mit solchem Tempo, dass der gesamte Camper vom Fahrtwind wackelte! Es war wohl doch keine so gute Idee, genau dort übernachten zu wollen. Wir lachten bei der Vorstellung, dass uns das erst mitten in der Nacht unsanft aufgefallen wäre, und beschlossen, dann doch lieber auf den Campground zu fahren.
Campground
Als wir dort eintrafen, waren wir die ersten und einzigen Gäste. Der Besitzer war sichtlich erfreut über Besucher und bemühte sich sehr, uns alles so angenehm wie nur möglich zu machen. Wir hätten auch Feuerholz kaufen können, da wir aber doch recht müde waren, lehnten wir dieses Angebot dankend ab und trollten uns, um zu duschen und dann schlafen zu gehen.
Da hatten wir die Rechnung aber ohne den Campgroundbesitzer gemacht! Kurze Zeit später klopfte es an der Tür, und da stand er, den Arm voller Feuerholz. Es könnte doch nicht angehen, dass wir an einem so schönen Abend ohne Campfire sein wollten! Also hatte er beschlossen, uns das Feuerholz zu schenken, vorausgesetzt, ich würde die Späne zum anfeuern selbst schlagen. Während er das sagte, hielt er mir grinsend eine Axt mit einem unglaublich langen Stiel entgegen – ich glaube, damit hätte ich einen mittelgroßen Baum fällen können. Er hatte so viel Spaß dabei, dass ich einfach nicht nein sagen konnte. Also griff ich nach der Axt und schlug zu seinem (und ehrlich gesagt auch meinem eigenen!) Erstaunen damit in kürzester Zeit schöne, schmale Holzspäne aus einem großen Scheit. Er schlug mir anerkennend auf die Schulter, wobei ich ordentlich in die Knie ging, und meinte dann, anscheinend seien wir ja durchaus bewandert im Feuer machen, also könnte er uns jetzt erst einmal allein lassen, er würde später noch einmal vorbei schauen. Das tat er dann auch – mit einem Sixpack Bierdosen bewaffnet.

Und so saßen wir an diesem Abend zu dritt gemütlich am Campfire, erzählten uns Geschichten und lachten viel. Am Ende war es, als ob wir uns schon ewig kennen würden, und wir haben diesen Abend wirklich sehr genossen.

Campfire
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

Donnerstag, 21. Januar 2016

MySpotlight Kanada - was darf bei keinem BBQ in Nordamerika fehlen?

Rindfleisch - das darf bei keinem BBQ in Nordamerika fehlen

von Mary Harris

Der Durchschnittskanadier isst im Jahr ungefähr 20 Kilo Rindfleisch. Wow, das heißt: jede Menge Grillabende und Küchenaktivitäten mit Rösten, Schmoren und Braten sind angesagt!

Rindfleisch - in Kanada ist es "der König" an der Fleischtheke und auf dem Grill - besonders, wenn es um den Braten oder ein gutes Steak geht. Bei Familienfesten oder zu besonderen Anlässen ist es nicht selten das Wichtigste am ganzen Menu. Und auch, wenn im Sommer gerillt wird, kommt dieser Favorit mit größter Wahrscheinlichkeit auf den Tisch - als Hamburger, Steak und Würstchen in allen Variationen. Ist es draußen kalt, stehen Rostbraten, herzhafte Eintöpfe, Chili con Carne, Shepherds Pie, Fleischbällchen, Nudelgerichte und Meat Pies auf dem Küchen-Programm.
beef variety
"beef" - ein fester Bestandteil eines nordamerikanischen Essen (c) Niloo

"Beef", das ist in Kanada allgemein der kulinarische Fachbegriff für alle Produkte vom Rind.

Die einzige Rinderart, die allerdings ursprünglich in Kanada heimisch war, ist das Bisonund das züchten die Kanadier nur äußerst selten zum Verzehr. Die allermeisten Rindfleischprodukte stammen heute von den Nachfahren der Tiere, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts aus der "alten Welt" nach Kanada eingeführt worden waren. Die Franzosen, die das damalige "Neufrankreich" (heute Québec) besiedelten, brachten als erste Rinder mit. Besonders als Leder- und Fleischlieferanten, aber auch um Milchund damit Käse und Butter zu produzieren, benötige man die Tiere.
cheese butter
Natürlich ist auch die Milch- und Käseproduktion wichtig fuer Kanada (c) Alaettin YILDIRIM
Fast jede kanadische Provinz betreibt Rinderzucht. Im Westen des Landes ist sie tatsächlich eine riesige Industrie. Besonders die weite, offene Prärie ist für die umherwandernden Rinderherden ideal zum Grasen. Tatsächlich stammen 76% des gesamten in Kanada konsumierten Rindfleischs aus dieser Region. Die Rancher und Landwirte der Gegend sind ein rauer und unabhängiger Menschenschlag. Ihre alten Wildwest-Wurzeln feiern sie gerne auf Jahrmärkten und mit Rodeos - einschließlich des größten Cowboy-Events der Nation, der Calgary Stampede. Seit 1886 findet sie jedes Jahr im Juli in Alberta statt und zieht über eine Million Menschen an, die sich die Veranstaltungen ansehen - vom "Cattle Wrestling" bis zur "Stampede Parade".

"Cattle Wrestling" wie gefährlich das schon klingt. So mancher bleibt da lieber beim Kochen.

Rindfleisch ist sehr eiweißhaltig und ein guter Lieferant von Zink, Selen, Niacinund Vitamin B12. Die Teilstücke vom Rind, die man beim Metzger kaufen kann, könnten vielfältiger nicht sein. Die größte Herausforderung ist es wohl anfangs, sich auf einen Favoriten festzulegen. Wer mageres Fleisch bevorzugt, sollte sich ein Stück aussuchen, das von der Hüfte, dem Rinderhals, Kamm oder dem Nacken stammt (zu englisch "loin"). Darin ist meist weniger als 10 Gramm Fett pro 100 Gramm Fleisch enthalten. 
beef diagram
Dem Gourmet stehen eine Vielzahl von "cuts" zur Auswahl (c) CHEMADIN

Wie kocht man Rind?

Auch da sind die Möglichkeiten endlos. Aber grundsätzlich gibt es nur zwei Varianten der Zubereitung - mit Flüssigkeit oder bei trockener Hitze - und welche man wählt, hängt ebenfalls von der Frage ab, aus welchem Teil des Rinds das Fleischstammt. Kommt es aus der Schulter oder der Hüfte (engl. "brisket", "chuck" oder "shank") wo die Muskulatur sehr ausgeprägt ist, ist es sehr fest und man muss es mit viel Flüssigkeit marinieren und sehr langsam und lange schmoren. Stammt das Stück von einem weniger muskulösen Teil, zum Beispiel vom Kamm, von der Hüfte, der Flanke oder der Hoch- und Vorderrippe (engl. "loin", "flank", "rib") dann eignet sich die trockene Hitze beim Grillen und man erhält damit ein herzhaftes und leckere zartes Menu.

Und wie der Comedian Chico Marx schon sagte: "Senf ohne Rinderbraten? Das taugt gar nichts!"

rind mit senfsosse
Rindfleisch mit Senfsoße (c) prapass
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

Kanadische Seelenwärmer für die kalte Jahreszeit

MySpotlight Kanada - Essen & Kultur


Kanadische Seelenwärmer für die kalte Jahreszeit 

Auch wenn die Kanadier grundsätzlich als abgehärtet gelten – wenn die ersten Schneeflocken auf die Terrasse fallen, packen auch wir die Gartenmöbel ein und verstauen den Grill.

- von Mary Harris -

Bei einem Meter Schnee und Temperaturen unter Null macht Grillen draußen keinen Spaß. Das Kochen im Freien muss bis zum nächsten Sommer warten während man den Kuschel-Pulli hervorholt und all die Lieblings­rezepte herauskramt für das „Essen, das glücklich macht“.

rustic dinner table
Ein rustikales Frühstück zum Aufwärmen der Seele
Kanada bezeichnet seine Gesellschaft oft als einen Schmelztiegel der Kulturen und was unser Lieblingsmenüs angeht, ist das buchstäblich wahr. Zwar haben wir einige Rezepte auch von unseren Auslandsreisen mitgebracht, die meisten kanadischen Speisen für die kalte Jahreszeit aber sind Ab­leger von Gerichten, die Einwanderer in unser multikulturelles Land eingeführt haben. Schon die Briten und Franzosen haben ihre eingebürgerten Nahrungsmittel und ihre Art zu kochen früh nach Kanada importiert und an ihr neues Zuhause angepasst.
Französisch-kanadische Köche sind zum Beispiel für ihre dicke, herzhafteErbsensuppe bekannt, die aus gelben ­Erb­sen, Zwiebeln, Möhren und Schinkengekocht wird. Das schmeckt mit knusprigem Brot an einem kalten Wintertag einfach fabelhaft! Ein traditionelles Weihnachts­gericht ist auch die wunderbare Fleischpastete, bekannt als „Tour­tiere“. Sie besteht aus einem Gemisch aus Schweinehack, Zwiebeln, ­Knoblauch, Kartoffeln und Gewürzen wie Nelken, Zimt, Salz und Pfeffer, das im Teigmantel gebacken wird.

Auch „Poutine“ aus Französisch-Kanada ist auf vielen Speisekarten zu finden.

Dieses Gericht aus Pommes mit Käsebruch und brauner Bratensoße ist zwar keine gesunde Mahlzeit, aber durchaus lecker und äußerst beliebt. Probieren Sie es mal, wenn Sie nach Kanada kommen!
Poutine
Leckere Poutine
Wenn es um wärmende Gerichte geht, lieben Kanadier ihre Aufläufe und ein Winter ohne Eintopf ist einfach gar kein Winter! Kanadischer Eintopf ähnelt meist der irischen ­Variante: Fleisch, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Ge­würze werden dabei langsam in einem Fond gekocht, der zu einer sämigen Soße wird. Die Iren verwenden gerne Lamm, aber in Kanada bevorzugen wir meist Rindfleisch. Durch die lange Garzeit wird jedes Stückchen Fleisch ganz zart und die Aromen vermischen sich.
Auch Aufläufe sind lecker und schnell zubereitet. Sie werden nach der Vorbereitung einfach im Ofen überbacken. Das geht zum Beispiel mit Makkaroni, geriebenem Käse und einer weißen Soße – eine Mischung, die mit noch mehr Käse obendrauf gebacken wird, bis dieser schön knusprig ist. Nach der Schule oder einem langen Arbeitstag gibt es nichts Besseres. Ein beliebter Auflauf ist der Shepherd's Pie. Dafür wird Hackfleisch angebraten und mit Gemüse, meist Zwiebeln, Erbsen, Karotten und Mais, vermischt.
Da­rüber gibt man eine Bratensoße und eine dicke Schicht ­Kartoffelpüree und backt alles im Ofen. Einen besseren Trostspender als einen Shepherd’s Pie kann man sich wohl kaum vorstellen – außer vielleicht ein leckeres Dessert! Denn auch wenn es noch so gemütlich ist – einfach nur mit dem Hauptgang sollte kein Essen enden! Lassen Sie etwas Platz für einen süßen Genuss, zum Beispiel einen Apfel­kuchen, einen altmodischer Brotpudding oder einen einfachen Bratapfel – das ist an kalten Tagen gut für die Seele.
Shepherds Pie
Der Familienklassiker - Shepherds Pie
Was der Winter in Kanada auch bringt – minus 40º C, drei Meter Schnee, Eisstürme und gefrierenden Regen – wir Kanadier wissen immer, dass bald etwas Warmes lecker duftend in der Küche vor sich hinbrutzelt. Die Kälte bleibt draußen und das Wetter ist über einer dampfenden, wohltuenden Mahlzeit schnell vergessen.
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

MySpotlight Kanada – wichtige Reiseinfo!

Kanada feiert seinen 150-igsten Geburtstag und lädt für 2017 alle Besucher der Nationalparks zum freien Eintritt ein.

Nächstes Jahr feiert Kanada seinen 150-igsten Geburtstag und verwöhnt hierzu die Besucher der Nationalparks mit einem ganz besonderen Geschenk.

In 2017 ist der Eintritt zu den Nationalparks in Kanada frei.

Ebenfalls sind alle 2016 Park Canada Discovery Passes gültig für 24 Monate.
Das heißt für alle deutschen Besucher, die eine weitere Kanadareise in 2017 planen, die in 2016 gekauften Pässe gut aufzuheben!
Spirit Island
Spirit Island im Maligne Lake – Jasper Nationalpark (c) Elena_Suvorova
Kosten Parks Canada Discovery Pass
Familien/Gruppen*CAD$ 136.40
Jugendliche (6-16)CAD$ 33.30
Erwachsene (17-64)CAD$ 67.70
Senioren (65+)CAD$ 57.90
* Bis zu 7 Personen in einem einem Auto
Quellen: Huffington PostCBC News CalgaryParks Canada

MySpotlight Kanada & USA - praktischer Reisetipp!

Was tun im Falle einer Autopanne?

von Elke Schlotmann

Niemand möchte sich vorstellen, plötzlich inmitten der Weite der kanadischen Wälder eine Autopanne zu haben. Und trotzdem kann es passieren - ein Reifen verliert Luft, der Motor qualmt oder der Sprit ist ausgegangen. Und nun? Was tut man in einem solchen Fall?

Wenn Sie mit dem Pkw unterwegs sind, ist es im Allgemeinen kein größeres Problem, selbst einen Reifen zu wechseln, doch das sieht bei einem großen Wohnmobil schon anders aus. Bevor Sie sich hier an Experimente wagen, überlegen Sie gut, ob Sie einen Reifenwechsel an diesem Fahrzeug irgendwo im Nirgendwo auch wirklich bewältigen können. Hier ist das Prinzip „Ach, das geht schon irgendwie“ definitiv nicht angebracht!
Blick in den Motorraum
Die Dimensionen sind bei Wohnmobilen etwas anders als bei einem Pkw
Doch keine Panik, die meisten Fahrzeugvermieter bieten eine Hotline an, über die Sie Hilfe anfordern können. In vielen Fahrzeug-Versicherungspaketen sind die Kosten für diesen Pannendienst auch bereits enthalten.
Was also tun, wenn Sie nicht mehr weiterfahren können? Zunächst einmal – bleiben Sie ruhig und prüfen Sie, ob sie Handyempfang haben. Wenn ja, rufen Sie bitte als erstes die Notruf-Nummer an, die Sie in den Mietunterlagen Ihres Fahrzeugs finden. In der Regel sind diese Notruf-Nummern immer erreichbar. Auch zu den Zeiten finden Sie detaillierte Informationen in den Unterlagen des Fahrzeugvermieters.
Selbst wenn Sie kein Funknetz haben, können Sie meist die Notrufnummer der Polizei erreichen. Diese lautet in Kanada (wie auch in den USA) 911.
911 Emergency Number
911 - diese Nummer sollten sich Reisende in Nordamerika immer gut merken (c) Alexsandra Gigowska
In jedem Fall sollten Sie Ihren aktuellen Standort so präzise wie möglich angeben. Im Zweifelsfall ist eine Angabe wie „Wir sind vor rund 30 Minuten auf dem Highway ABC aus dem Ort X in Richtung des Ortes Y gefahren“ schon sehr hilfreich. Aber auch auf kanadischen Highways finden sich Kilometerstands-Schilder. Wenn Sie ein Stück die Straße entlanggehen, sollten Sie meist schnell auf ein solches stoßen.
Sollten Sie über kein Mobiltelefon verfügen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie warten ab, bis ein weiteres Fahrzeug auf der Straße auftaucht und bitten den Fahrer um Hilfe, oder Sie gehen zum nächsten bewohnten Haus. Das kann aber gerade in Gegenden, die nicht so dicht besiedelt sind, schon einmal einen Tagesmarsch oder mehr bedeuten.
Daher empfehle ich Ihnen, immer ein Mobiltelefon mit sich zu führen. Im Notfall wird es Ihnen gute Dienste leisten!
Wenn Sie wissen, dass Sie in Regionen unterwegs sein werden, die auch über kein Notfall-Funknetz verfügen ist es sinnvoll, sich bei einer Ranger- oder Polizeistation abzumelden, bevor Sie sich dort auf den Weg machen. Sollten Sie nicht innerhalb des geplanten zeitlichen Rahmens am Zielort eintreffen, wird man nach Ihnen suchen. Daher ist es dann auch wichtig, sich am Ziel auch wieder bei der Ranger- bzw. Polizeistation zu melden!

Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

Sonntag, 17. Januar 2016

MySpotlight Kanada

Der älteste Garten der Welt - UBC Botanical Garden

von Andrea Härtlein 

Der Schotte John Davidson machte sich Anfang des letzten Jahrhunderts auf zu einer ganz besonderen Mission: Ihm und seinem Engagement verdanken die University of British Columbia und die Bewohner Vancouvers den ältesten botanischen Garten Kanadas.

Bis 1911 hatte der Autodidakt an der Universität von Aberdeen gearbeitet, bevor er dem Ruf an die Westküste Kanadas folgte. Beginnend im Jahr 1916, setzte John Davidson mit der Unterstützung unzähliger Helfer sprichwörtlich den ersten Spatenstich für sein ambitioniertes Projekt. Vom Farmer bis zum Lehrer trugen sie alle dazu bei, ihn beim Erfassen der vielfältigen Flora British Columbias zu unterstützen und die benötigten Exemplare im UBC Botanical Garden anzusiedeln.
Vancouver Botanical Garden
Der Vandusen Garden im Botanischen Garten von Vancouver (c) fred goldstein
Bis heute ist die Sammlungen von Ahornbäumen, Magnolien und Rhododendren zu beeindruckender Größe angewachsen. Beim alljährlichen Erntefest im Herbst haben Besucher Gelegenheit, bis zu 70 verschiedene Apfelsorten zu kosten - und vor allem der Spaziergang über den abenteuerlichen Baumkronenpfad – den Canopy Walk – ist ein besonderes Erlebnis. Über 308 Meter verläuft der an Seilen aufgehängte Pfad durch Baumwipfel und vorbei an zahlreichen Pflanzenarten, die typisch sind für den Regenwald British Columbias.
Video: www.botanicalgarden.ubc.ca

Die Saison im Tropengarten beginnt besonders früh

Oft gibt es noch Morgenfröste, wenn die ersten Kräuter im Rainforest Gardenvorsichtig sprießen. Der Kolibri gehört zu den regelmäßigen Besuchern, sobald es wärmer wird – und an den Teichen flitzen im Sommer zahllose Libellen in allen Farbschattierungen, Formen und Größen an den Besuchern vorbei. Nachts werden sie von den fast unsichtbaren Fledermäusen abgelöst, die den ganzen Sommer lang lautlos die Moskitoplage unter Kontrolle halten.
Auch sonst gibt es auf den 44 Hektar viel zu entdecken. Pflanzenliebhaber finden heute im UBC Botanical Garden über 8.000 verschiedene Pflanzenarten und die empfohlene Mindestbesuchszeit von einer Stunde dürfte spätestens beim Anblick des Asiatischen Gartens und einem Besuch des traditionellen Teehauses in Vergessenheit geraten. Der sogenannte  Nitobe Memorial Garden zählt immerhin zu den Top-5 Gartenanlagen außerhalb Japans.
nitobi memorial garden vancouver
Herbstliche Farbenpracht im Nitobi Memorial Garden (c) Xuanlu Wng
Mehr Informationen über den UBC Botanical Garden finden Sie hier:http://www.botanicalgarden.ubc.ca
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

Donnerstag, 14. Januar 2016

MySpotlight Kanada Reise Tipp

Skifahren in den Rocky Mountains - Stadtnahes Ski Resort Nakiska im Kananaskis Country

von Andrea Härtlein

Eine gute Autostunde westlich von Clagary liegt das Nakiska Ski Resort mitten im Kananaskis Country.

Nakiska gilt vielen als Calgarys Hausberg. In nur einer Stunde ist er von der Stadt aus mit dem Auto zu erreichen und eignet sich daher ideal, wenn man seinen Winterurlaub mit einem Aufenthalt in der Stadt verknüpfen möchte. In dem Resort ist das olympische Erbe noch immer spürbar. Die alpinen Skiwettbewerbe des Jahres 1988 am Mount Allan brachten auch die Entstehung des Ortes Kananaskis Village mit sich, das 2002 den Regierungschefs der G-8 als Teffpunkt für den Weltwirtschaftsgipfel diente.
Skifahren in den Rocky Mountains © Travel Alberta - Shean Thonson
Kananaski Country - Skifahren in den Rocky Mountains, das geht auch stadtnah. © Travel Alberta - Shean Thonson
Das Nakiska Ski Resort hat sechs Lifte und ist bekannt für seine gut präparierten Steilhänge und baumgesäumten Strecken. Nakiska ist eine gute Adresse für Snowboarder, die ihr Geschick auf der ältesten und besten Halfpipe- und Boardercross-Strecke erproben können. Auch Freestyle-Skifahrer können auf den Skicross-Strecken ihr Können testen während im Tubing Park Alt und Jung auch ganz gut ohne Skier auf ihre Kosten kommen - Familienspaß garantiert.
Urlauber, die sich für Banff oder Canmore etschieden haben und dennoch gerne mal die olympischen Pisten in Nakiska ausprobieren wollen, können einen täglich verkehrenden Shuttle-Bus in das Resort nutzen, der sie in circa 50 Minuten ans Ziel bringt.

Zahlen & Fakten Nakiska Ski Resort* – www.skinakiska.com

  • 71 ausgewiesene Abfahrten davon 13% für Anfänger, 59% mittlere Schwierigkeit, 28% für Fortgeschrittene
  • befahrbares Terrain: 4 km2
  • längste Abfahrt: 3,3 km
  • Höhenunterschied: 735 m
  • Höhe der Talstation: 1.525 m
  • Gipfelhöhe: 2.260 m
  • Jährlicher Schneefall: 2,5 m
  • Lifte: 6
Quelle: Travel Alberta - Angaben ohne Gewähr
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

Mittwoch, 13. Januar 2016

Trans Canada Trail - Unterwegs auf dem längsten Weg der Welt

von Andrea Härtlein

Durch fast tausend Dörfer und Städte schlängelt sich der Trans Canada Trail von Yukon und British Columbia bis an die äußerste Spitze Neufundlands. Das Netz aus fast 500 individuellen Wanderrouten liegt für die meisten Kanadier nur einen Katzensprung entfernt. Hier, auf dem Trail, entdeckt man Kanada von seiner ursprünglichsten Seite.

Niemand kennt den Trans Canada Trail so gut wie der Kanadier Dana Meise. Bei seinen Wanderungen hat er schon endlos viele Siedlungen und Städte kennengelernt und mehr als 16.000 km zu Fuß zurückgelegt. Auf seinen Facebook- und Twitter Profilen nennt sich der 39-Jährige auch „The.Hiking.Fool“ und nutzt die Plattformen, um seinem Publikum die traumhafte Natur seiner Heimat nahezubringen. Dana Meise und der TCT – das ist Eins. Während normale Wanderer sich mit ein paar Hundert Kilometern begnügen, misst er seine Distanzen vierstellig: 3.800 km zwischen Fort Saskatchewan und Inuvik? Für Dana ein Klacks.
Aber auch weniger Ambitionierte finden auf den attraktiven Abschnitten des TCT neue und spannende Herausforderungen – beim Kanu-, Rad- oder Camperurlaub. Drei ausgewählte Routen stellen wir Ihnen hier vor.

Highlight British Columbia: Der Cowichan Valley Trail

Kinsol Trestle - Trans Canada Trail © Steve Noman
Auf dem Cowichan Valley Trail stößt man in sattgrüner Natur auf eines der spektakulärsten Bauwerke Kanadas: Kinsol Trestle © Steve Noman
Schon die majestätischen Gebirgszüge der Pazifikküste machen Vancouver Island zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der 122 km lange Cowichan Valley Trail ist ein weiteres Highlight. Auf ihm stößt man in sattgrüner Natur auf eines der spektakulärsten Bauwerke Kanadas: Ca. 38 m hoch und 187 m lang trohnt Kinsol Trestle seit seiner Erbauung 1920 über dem Koksilah River. Als eine der größten Holzbahnbrücken des Landes war dieses Wunder der Technik lange nicht mehr begehbar. Dass die Brücke seit 2011 wieder offen steht, verdanken Wanderer dem Projekt Trans Canada Trail.
Zahllose erneuerte Planken lassen den offiziellen Abschnitt des TCT in neuem Glanz erstrahlen und wer das Denkmal für den Eisenbahnverkehr der „Steam-Ära“ betritt, setzt den Fuß auf ein Stück kanadische Geschichte. Vom Lake Cowichan zieht sich der Weg nach Süden – bis zum Kinsol Trestle überquert man noch andere historische Bahnbrücken, wie Marie Canyon, Holt Creek oder Glenora Trestle. Für den gemütlichen Familienbesuch steuert man die Brücke aus südwestlicher Richtung über dieGlen Eagles Road an. Am Ende der engen Straße wartet ein Parkplatz. Von dort erreicht man den Kinsol Trestle mit einer kurzen Waldwanderung.

Wandern auf dem Schönen Weg: Meewasin Valley Trail, Saskatoon

Meesawin Valley
Meesawin Valley in Saskatoon (c) Scott Prokop
Die Prärieprovinz Saskatchewan lockt mit unendlichen Weiten, zahlreichen Seen und wilden Flüssen zu ausgedehnten Outdoor-Aktivitäten. Wer es beim Wandern aber lieber urban mag, sollte den Meewasin Valley Trail in Saskatoon besuchen. „Meewasin“ – das Cree-Wort für „schön“ – lässt bereits vermuten: Hier wartet eine Naturoase. Über fast 60 km erstreckt sich das Tal vom Pike Lake im Südwesten nach Clarke’s Crossing. Ein guter Teil der Wegstrecke schlängelt sich idyllisch am South Saskatchewan Riverentlang durch Saskatoon. Nicht umsonst kürte Reader's Digest den 11 km langen Abschnitt 2012 zu einer der Top-10-Wanderrouten Kanadas.
In städtischem Flair warten zahllose kulturelle und sportliche Aktivitäten: Hier wird gewandert, geritten, gepaddelt, gegrillt, geskatet oder geangelt. Im Winter ist Crosscountry-Skiing in der Beaver Creek Conservation Area angesagt. Das Naturreservat lädt in der warmen Jahreszeit zur Erkundung der typischen Flora und Fauna Saskatchewans ein und ist Startpunkt für ausgedehnte Kanutouren.
Im Sommer spielt sich hier ein besonderes Naturspektakel ab: Der Perseid Meteor Shower. Meist um den 13. August ist am nordwestlichen Himmel dann ein spektakulärer Meteorregen zu sehen. Neben dem Diefenbaker Canada Centre lädt auch das Western Development Museum zu einer Zeitreise ein. Dort, in der Boomtown, versetzen zahlreiche Gebäude die Besucher zurück in das frühe 20. Jahrhundert.

Auf den Spuren der Ahnen: Celtic Shores Coastal Trail, Nova Scotia

Inverness harbor
Der Hafen von Inverness (c) Natalie Bratlavsky
Natur pur bietet der Celtic Shores Coastal Trail, einer der abwechslungsreichsten Wanderpfade der Ostküste. Auf seinen knapp 92 km schmiegen sich kleine Fischerdörfer an die raue Küste, alte Gebäude und Friedhöfe erzählen von der Pionierzeit, malerische Strände locken mit gemäßigten Wassertemperaturen und nicht umsonst ist man hier in„Neu-Schottland“: urige Pubs, Whiskey-Brennereien und alte Kirchen erinnern an das namensgebende Vorbild. Auf dem Teilabschnitt Ceilidh Trail lebt man schottisch. „Ceilidh“, so heißen die traditionellen gälischen Tanz- und Musikfeste und deshalb spielt hier den ganzen Sommer über die Cape Breton Music. Typisch schottische Klänge gehören neben traditionellem Tanz zu den Hauptattraktionen. Auch der ca. 17 km lange Teilabschnitt Chestico Trail verläuft im englischen Stil an der Westküste von Cape Breton Island. Mit zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten ist er ideal für mehrtägige Wanderungen. Auf der Suche nach Stärkung entdeckt man hier auch so manchen idyllischen Tea-Room. Mit ihrer großen Vielfalt bieten die derzeit 493 Einzelrouten des Trans Canada Trail nicht nur dem „Hiking-Fool“ eine tolle Herausforderung. Auf zahllosen langen und kurzen Touren finden Wander- und Outdoorenthusiasten fast unendlich viele Gelegenheiten, Kanada von seiner wirklich allerschönsten Seite zu entdecken.

Wenn Sie schon mal auf dem Trans Canada Trail gewandert sind, teilen Sie Ihre Urlaubserlebnis mit uns! Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Vorschläge und Anregungen...

 

Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

MySpotlight USA Reisetipp

Badwater Basin - der tiefste Punkt Nordamerikas liegt im Death Valley Nationalpark

von Silke Wissig

85,5 Meter unter dem Meeresspiegel liegt der tiefste Punkt des nordamerikanischen Kontinents im Death Valley in Kalifornien.

Ein paar Kilometer westlich des „Badwater Basin“ verändert er seine Position sogar jedes Jahr ein wenig, da durch Regen, Schlamm und Erosion der Boden der Senke ständig umgestaltet wird. An einer Felswand ist der Meeresspiegel „Normal Null“ markiert, sodass man gut erkennen kann, wie weit man wirklich Richtung Erdmittelpunkt unterwegs ist.

Badwater Basin Death Valley
Das Badwaater Basin im Death Valley Nationalpark (c) Sergey Novikov

Das Badwater Basin: Mal Salzwüste, mal See

Das Badwater Basin gehört zu den „Must Sees“ im Death Valley Nationalpark in Kalifornien. Je nach Jahreszeit ist es ein flacher Salzsee oder eine weiße Salzwüste mit sechseckigen Strukturen auf dem Boden. Auch, wenn der Boden mit seiner Salzkruste trocken erscheint, sollte man niemals auf die Idee kommen, ihn zu betreten oder gar zu befahren: Unter der dünnen glitzernden Salzkruste verbirgt sich buchstäblich bodenloser Schlamm, aus dem schon so manch unvorsichtiger Besucher geborgen werden musste!
Badwater Basin Pool
Ein Wasserpool im Badwater Basin (c) Deatonphotos

Ist das Schnee? Nein, Salz!

Wer zu Sonnenauf- oder -untergang kommt, sieht das Bad Water Basin in besonders beeindruckendem Licht, aber auch zur Mittagszeit, wenn die Sonne hoch steht, erlebt man bei Trockenheit eine lustige Sinnestäuschung: Wie Schnee sieht das Salz dann aus.
Badwater Basin 3
Schnee oder Salz? (c) turtix
In der lebensfeindlichen Umgebung des Bad Water Basin hat der Name „Death Valley“ eine wirklich buchstäbliche Bedeutung!
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

Ein Apfel am Tag - oder wie der Apfel nach Kanada kam

von Mary Harris

Der kanadische Dichter Christopher Dewdney schrieb einst: "Grüne Äpfel schmücken die nackten Zweige, wie vergessener Schmuck - und eine einzelne Novemberrose blüht ...",

leafless apple tree
(c) Alexander Kuguchin
Perfekt beschreibt er damit den Monat, der zwischen den zügellosen Farben des Oktober, kurz bevor die Blätter fallen, und dem Schnee und der Weihnachtsdekoration im Dezember liegt. Der November ist trübe. Grau-verregneter Himmel, nackte Bäume und nicht einmal ein paar besondere Feiertage zur Aufmunterung gibt es in dieser Zeit in Kanada. Um sich allerdings in einer gemütlichen Küche zum Apfelkuchenbacken zu treffen, ist der November perfekt.
Äpfel gehören in kanadischen Supermärkten zum bekanntesten und günstigsten Obst. In der Regel genießt man sie gerne frisch. Einige Regionen in Kanada, wie das Okanagan Valley in British Columbia und die Georgian Bay Area in Ontario, sind ausgezeichnete Apfel-Anbaugebiete. Dass Kanada kein großer Apfel-Exporteur ist, erstaunt da fast.
apple orchard okanagan valley
Eine Apfelfarm im wunderschönen Okanagan Valley (c) Ivan_Sabo
Die einzige Apfelsorte, die tatsächlich in Kanada heimisch ist, ist allerdings der Zierapfel - auch "Crab Apple" genannt. Die Früchte sind klein und sehr sauer, aber die Bäumchen sind kurz gewachsen und sehr abgehärtet. Ihre lang anhaltende Blüte ist ausgesprochen Pollenreich. Darum wird dieser Wildapfel in den Plantagen gerne zwischen die Bäume gepflanzt, deren "Vorfahren" meist aus Europa stammen. Dieses Vorgehen steigert zum Beispiel die Befruchtung durch die Bienenvölker. Oft dienen die sehr starken Baumstämme der Zieräpfel auch als Unterlage zur Veredelung der kommerziellen Sorten. So manch einer nutzt den Zierapfel gerne, um daraus Gelee herzustellen und als Zusatz zum Apfelmost verleiht er dem Getränk zusätzliche Würze. Roh isst man die "Crab Apples" aber nicht.
crab apples
Crab Apples - die heimische Apfelart in Kanada (c) Vibe Images

Der Apfel gehört zur Familie der Rosengewächse. Er stammt aus Zentralasien, dem heutigen Afghanistan und Kasachstan.

Die Apfelsorten, die heute in Kanada wachsen, stammen meist von Samen ab, die von den frühen europäischen Siedler eingeführt wurden. Darüber, dass sie diese Köstlichkeit mitgebracht haben, kann man wirklich froh sein. Eine Lunchbox oder ein Obstkorb ohne Äpfel ist schlicht unvorstellbar. Tatsächlich war Kanada unter den größten Apfelproduzenten, bis sich die Landwirte vor einigen Jahren auch auf andere Baumobstsorten verlegten und aufstrebende Märkte, wie zum Beispiel China, ebenfalls Äpfel nach Kanada zu exportieren begannen.
Eingehüllt in seine wunderbar rote, grüne oder gelbe Schale, ist ein frischer Apfel ein herrlicher Snack, den man unkompliziert überallhin mitnehmen kann. Er enthält wertvolle Ballaststoffe, Vitamin C, natürlichen Zucker, Antioxidantien und andere Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können.
apple variety
Eine bunte Apfelmischung als Vitamin-C Booster (c) Arina P. Habich
Und natürlich kann man Äpfel nicht nur frisch genießen!  Die Kanadier lieben ihren "Apple Pie" - pur, mit Eis und sogar mit würzigem Cheddar - heiß, kalt, als "Umrandung" für ihre Pasteten oder mit Streuseln verfeinert. Das ist aber längst nicht alles. Mit Haferbrei oder als Apfelbutter auf Toast werden Äpfel zu einem leckeren Frühstück und man kann sie auch in Kombination mit Schweinebraten genießen.Apfelkompott ist für sich alleine schon ein prima Snack, und auch aufKartoffelpuffern herrlich. Von den vielen köstliche Varianten des Apple Cider ganz zu schweigen ...
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine

Dienstag, 12. Januar 2016

MySpotlight USA Kulturtipp

Iditarod – die Legende des Hundeschlittenrennens in Alaska

von Silke Wissig

Das längste und härteste Hundeschlittenrennen der Welt startet jedes Jahr in Anchorage, Alaska.

Je nach Streckenführung ist bis zu 1.820 Kilometer später in Nome an der Westküste der Zieleinlauf. Die ersten Teams erreichen das Ziel nach 8 Tagen, die langsamsten nach 15 Tagen in Eis und Schnee. Die Temperaturen auf dem Schlitten können durch den Fahrtwind bis zu -70°C betragen – eine Extrembelastung für Mensch und Tier.
Iditarod
Idarod - The Last Great Race, ein Schlittenrennen der besonderen Art (c) Kirk Geisler

Von Anchorage bis Nome quer durch Alaska

Jedes Jahr starten über 50 Teams mit bis zu 16 Hunden vor ihren Schlitten in Anchorage, wo der Start Anfang März jedes Jahr wie ein Volksfest gefeiert wird. Mehr als die Hälfte der Schlittenteams kommt nicht im Ziel an. 2016 ist der Start am 5. März, dazu wird in die Innenstadt von Anchorage extra Schnee gebracht, um den Schlitten ein Schaulaufen ohne Wertung beim „Showstart“ zu ermöglichen. Der „richtige“ Start findet einen Tag später in Willow. Ab dort zählt jede Sekunde bis zum Zieleinlauf in Nome. Die Gewinner kommen nicht nur aus Kanada, unter den besten Teilnehmern sind immer wieder Europäer. Übrigens: Das Rennen wurde schon fünf Mal von Frauen gewonnen!
Iditarod sledding dogs
Die eigentlichen Stars von Iditarod - die Schlittenhunde (c) Allen G.
Iditarod Husky
Gespannte Aufmerksamkeit kurz vorm Start der Iditarod (c) zlicovec
Abonnieren Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Magazine